

18. November 2006 – 21. Januar 2007 Kabinettausstellung:
Emil Nolde. Die Bergpostkarten
Den grotesken und phantastischen Darstellungen der
Bergwelt verdankt Emil Nolde, der auch als Bergsteiger in Erscheinung trat,
seinen ersten großen finanziellen Erfolg. Der Erlös der 1897 gedruckten
Bergpostkarten ermöglichte ihm fortan ein Leben als freier Künstler.

Der schwarze Madatsch und das Nashörnle, 1897 , ©Emil Nolde Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde
Schon in jungen Jahren war der Maler Emil Hansen (1867-1956), der sich später nach seinem Geburtsort Nolde nannte, viel herumgekommen und wechselte häufig den Wohnort. Seine freie Zeit verbrachte er so oft wie möglich „...bei meinen Freunden, den Bergen."
Inspiriert durch lokale Sagen und Märchen,
ersann er um die einzelnen Bergformationen poesievolle Geschichten, denen er in
seinen Postkartenmotiven mit humoristischem Akzent Gestalt verlieh. In gekonnter
Manier versieht er die Naturvorbilder mit detaillierten Gesichtszügen und lässt
somit den Stein lebendig werden.
Die ersten Bergpostkarten entstanden 1894, zunächst als aquarellierte
Zeichnungen; die Serie wurde in den kommenden Jahren weiter fortgesetzt.
Wegen der ausgelösten Begeisterung und Anfragen von Sammlern, entschloss sich
Nolde 1897, seine Bergpostkarten aus eigenen Mitteln — mit erspartem und
geliehenem Geld — in Druck gehen zu lassen. Die erste Auflage von 100.000 Karten
war innerhalb von zehn Tagen vollständig vergriffen.
Der Gewinn, den Nolde aus dem Verkauf der Karten erzielte, bildete den
finanziellen Grundstock für seine weitere Laufbahn als Künstler. Seine
Bergpostkarten wurden 1899 auf der Internationalen
Ansichts-Postkarten-Ausstellung in Nizza mit der goldenen Medaille prämiert.
Mit der Erwerbung einer vollständigen,
hervorragend erhaltenen Serie aus Privatbesitz, hat das Brücke-Museum nun die
Gelegenheit, der Öffentlichkeit diese herausragenden Zeugnisse märchenhafter
Bergwelt-Idylle aus dem frühen Schaffen Emil Noldes in seinen Räumen zu
präsentieren.
Der Besucher erhält mit dieser Ausstellung poetisch-karikaturhafter Naturmotive
die Möglichkeit, sich ein Bild zu machen von Noldes außergewöhnlich
phantasievollem Schaffen vor der Begegnung mit der „Brücke", seinem kreativen
Humor und seinen vielfältigen Facetten als Künstler.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der
sämtliche Bergpostkarten in Farbe abbildet. Ca. 130 Seiten. Preis: ca. 20 €
(Änderungen vorbehalten)
Die >Brücke< - Malerei und Plastik
Werke aus der Sammlung des Brücke-Museums Berlin
Die Ikonen der Sammlung wie Kirchners „Marcella“,
Schmidt-Rottluffs Deichdurchbruch“ und Pechsteins „Gelbschwarzes Trikot“ sind
nach langer Abwesenheit wieder im Brücke-Museum vereint.

Gezeigt werden ausgewählte Gemälde und Plastiken der bekannten Brücke-Künstler Ernst Ludwig Kirchner, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff, Erich Heckel, Emil Nolde und Otto Mueller aus dem reichen Fundus des Brücke-Museums. Ergänzt werden diese klassischen Werke durch Arbeiten der „Brücke“-Freunde Walter Gramatté, Max Kaus und Anton Kerschbaumer.
Sämtliche Exponate der Ausstellung, jeweils mit Kommentar, sind erstmals
komplett im neuen Bestandskatalog des Brücke-Museums zusammengefasst, der damit
einen umfassenden Überblick über eine der wichtigsten deutschen Kunstströmungen
im 20. Jahrhundert bietet.
1. Februar 2007 - 10. Juni 2007:
Dokumente der BRÜCKE
Zahlreiche Dokumente (Gründungsdokument, Signets,
Werbegraphiken, Einladungskarten u. ä.) und Gemälde der Brücke unterstreichen
den Stellenwert einer der wichtigsten Künstlervereinigungen im 20. Jahrhundert.
23. Juni 2007 – 2. September 2007:
Erlebnis Farbe. Aquarelle aus
dem Brücke-Museum
Ein Querschnitt durch die schönsten Aquarelle des
Brücke-Museums von Fritz Bleyl, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Otto
Mueller, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff, Walter Gramatté, Max Kaus und
Anton Kerschbaumer zeugt von der Faszination der Expressionisten und ihrer
befreundeten Maler für die Farbe.
25. Mai 2007 – 05. August 2007:
Karl Schmidt-Rottluff
im Kunstforum der Berliner Volksbank
Der Maler Karl Schmidt-Rottluff, Initiator und Förderer
des Brücke-Museums, wird in all seinen Facetten vorgestellt.
Gemälde, Zeichnungen und Aquarelle von der Frühzeit bis in die 70er Jahre
beweisen die Kontinuität dieses Meisters der Farbe.
15. September 2007 – 20. Januar 2008:
Jubiläumsausstellung zum 40jährigen Bestehen
des Brücke-Museums
Mit seiner großzügigen Spende von 74 Werken legte Karl
Schmidt-Rottluff am
1. Dezember 1964 den Grundstock für die Entstehung des Brücke-Museums. Das vor
40 Jahren, am 15. September 1967 eröffnete Museum ist ausschließlich auf die
Werke der Künstlergruppe BRÜCKE spezialisiert.
Die Ausstellung BRÜCKE-Highlights
bietet einen konzentrierten Überblick über die wichtigsten
Brücke-Künstler in allen relevanten Techniken (Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen
und Druckgraphik).
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